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Exportschlager: Deutscher Strom

Von , Oktober 23rd, 2014 | Wirtschaft | 0 Kommentare

WindradDie Befürchtungen, dass durch die Energiewende in Deutschland hierzulande eine Versorgungsknappheit entstehen könnte, zeigen sich angesichts der aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes als unbegründet. Seit Jahren wird mehr Strom produziert, als verbraucht, mehr Strom exportiert, als importiert – und die Tendenz steigt weiter.

Panikmache und die Realität

Der Überschuss an produziertem Strom in Deutschland und die Geschwindigkeit, mit dem dieser wächst, ist enorm. Der Hauptgrund für den Zuwachs ist dabei vor allem die Energiewende, der im Jahre 2011 beschlossene Ausstieg aus der Atomkraft und der damit verbundene Zuwachs an Solar- und Windkraft in Deutschland. Damals wurde insbesondere seitens der großen Energieversorger, welche die bestehenden Atomkraftwerke betreiben, noch vor einer Versorgungsknappheit gewarnt, um das lukrative Geschäft mit dieser vergleichsweise billig produzierten Energie am Leben zu erhalten. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch, dass die Kapazitäten mehr als ausreichend sind und auch ein möglicher, plötzlicher Anstieg des Bedarfs problemlos zu kompensieren wäre. Ein sprunghafter Anstieg wäre angesichts der allgemeinen Tendenz zum sparsamen Umgang mit Energie jedoch ohnehin sehr unwahrscheinlich. Auch die Spannung in den vorhandenen Stromnetzen ist nach wie vor stabil und bisher keinen größeren Schwankungen ausgesetzt.

Die Tendenz steigt

Das Statistische Bundesamt teilte jüngst mit, dass im Jahr 2012 etwa 66,6 TWh (Terawattstunden) Strom ins Ausland abgeführt wurde. Grundlage für diese Zahlen sind die Angaben der vier Übertragungsnetzbetreiber, die sich operativ um die überregionalen Stromnetze kümmern. Hauptabnehmer für in Deutschland produzierten Strom sind dabei die Nachbarländer Österreich und die Schweiz, sowie die Niederlande. Die Strommenge, die im selben Jahr nach Deutschland importiert wurde, beläuft sich auf ca. 43,8 TWh. Das ergibt einen Überschuss von sage und schreibe 22,8 TWh und entspricht einem Plus von 1,4 Milliarden Euro, das auf diese Weise erwirtschaftet werden konnte. Der eingeführte Strom kam dabei überwiegend aus Dänemark, Frankreich und der Tschechischen Republik.
Zum Vergleich: Im Jahr 2010 betrug der Überschuss noch 17,6 TWh, 2009 nur 14,4 TWh.

Überschuss dank Ökostrom

Die Statistiken zeigen, dass die Energieversorgung in Deutschland sicherer denn je ist. Der Überschuss an produziertem Strom steigt stetig an und dank des Zuwachses regenerativer Energiegewinnung wird dieser auch noch immer ökologischer. Dabei wird der Bereich der erneuerbaren Energien auch in Zukunft weiterhin ausgebaut und bietet damit auch Möglichkeiten sich an einem Ausbau der Ökostromnetze europaweit zu beteiligen.

Foto gestellt von: John – Fotolia

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